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Pressespiegel
11.04.2011, 12:12 Uhr | Kölnische Rundschau/DIETER KRANTZ Übersicht | Drucken
25 Jahre im Einsatz für die Integration
Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg-Kreis feierte im Schützenhaus


RHEIN-SIEG-KREIS (DIETER KRANTZ) - An einer Wirtshaustheke beginnt die Geschichte des Vereins Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg: Hans Hüngsberg und Hermann Josef Parsch ließen dem Satz "da muss man doch was tun" Aktionen folgen - jetzt konnten die beiden Gründungsmitglieder mit vielen Unterstützern und Mitstreitern das 25-jährige Bestehen feiern.


Was in den zurückliegenden Jahren geleistet wurde, ließen Redner wie Bürgermeister Franz Huhn und die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker im Schützenhaus Revue passieren: Integrative Ferienfreizeiten, die enge Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, um in Bedrängnis geratenen Familien zu helfen, therapeutisches Reiten, um nur wenige Punkte zu nennen. 1996 gelingt die Eröffnung des bis dahin größten Projekts: Der integrativen Kindertageseinrichtung am Neuenhof, die später in "Kinderburg Veronika Keller" umbenannt wurde - zu Ehren der bekannten Förderin der Vereinsarbeit, deren Engagement auch am Wochenende gewürdigt wurde. Seit 2008 ist die Behindertenhilfe auch Träger der Tagesstätte "Die kleinen Strolche" auf dem Stallberg; insgesamt werden derzeit etwa 140 Kinder in den zwei Einrichtungen betreut. Seit 2010 arbeitet das Integrative Familienzentrum Wolsdorf als Anlaufstelle für Eltern und Kinder, im Herbst wird eine weitere integrative Gruppe bei den "Strolchen" eröffnet.

"Der Zaun muss weg", der Grundgedanke der Integration von behinderten Menschen prägte auch die Spielfeste für behinderte und nicht behinderte Kinder, die 1997 erstmals in der Luftwaffenkaserne Porz-Wahn veranstaltet wurden, später ins Walter-Mundorf-Stadion umzogen, 2009 aber eingestellt wurden.

Bei allen, die den Erfolg der Arbeit möglich machten - und ganz zuvörderst bei seiner Frau Inge -, bedankte sich der Vorsitzende Hans Hüngsberg. "Wer reicher sein will als ich, der muss schon echt was tun", zog er Bilanz der vergangenen 25 Jahre, bevor er drei neue Ehrenmitglieder auszeichnete: Gründungsmitglied Hermann-Josef Parsch, Vorstandsmitglied Hans-Joachim Rohleder, seit vielen Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, und Hauptmann a.D. Axel Sieber, "Kopf und Herz" der integrativen Spiele.

[Quelle: Kölnische Rundschau (11.04.2011) - Autor Dieter Krantz]


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