Dem zunehmenden Antisemitismus entgegentreten mit vielfältigen Informationen, mit jüdischer Kultur, Erinnerung an die Shoa und ihre Folgen für jüdische Menschen in unserer Region und mit dem Bekenntnis zum selbstverständlichen jüdischen Leben in Deutschland- das ist das klare Ziel des Fördervereins! Geschäftsführerin Dr. Claudia Arndt konnte von einer guten Beteiligung an den Veranstaltungen im letzten Jahr berichten. Eine gute Nachricht war, dass die Gedenkstätte in Windeck-Rosbach nach der umfassenden Renovierung und Überarbeitung der Ausstellung nun wieder besichtigt werden kann und bereits wieder regelmäßig von Schulklassen besucht wird. Hier kann am früheren Wohnort der Familie Seligmann erfahren werden, wie vor dem Holocaust gemeinsames nachbarschaftliches Leben auf dem Land aussah, welche jüdischen Traditionen gepflegt wurden und welche Bedeutung sie hatten.
Zum Jahrestag des 1938 von den Nationalsozialisten organisierten und gelenkten Pogroms gegen die jüdische Bevölkerung wird in der nahegelegenen evangelischen Kirche in Rosbach die jährliche Gedenkveranstaltung stattfinden, diesmal mit der Antisemitismusbeauftragen des Landes NRW, der früheren stv. Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann!
Ich freue mich, dass ich mit dem Votum der Mitgliederversammlung wieder die Leitung des Vereins übernehmen durfte, zusammen mit Prof.Dr. Katja Stoppenbrink, Hans-Joachim Dohm, Dr. Claudia Arndt und Saskia Klemp. Ein herzliches Dankeschön geht an Cornelia Mazur-Flöer, die nach 6 Jahren aktiven Engagements für den Verein als stellvertretende Vorsitzende nicht erneut kandidierte. Herzlicher Dank auch an unseren Ehrenvorsitzenden Michael Solf, auf dessen unermüdlichen Einsatz die Einrichtung der Gedenkstätte durch den Rhein-Sieg-Kreis vor ca. 30 Jahren zurück geht und der auch diesmal die Sitzungsleitung für die Vorstandswahlen übernommen hat.
Rhein-Sieg-Kreis