Neuigkeiten aus dem Wahlkreis

50. Jahrestag der Gründung des Gemeinde­verbands Neunkirchen-Seelscheid

Am 23. November war es soweit: Wir haben den 50. Jahrestag der Gründung des Gemeinde­verbands Neunkirchen-Seelscheid gefeiert. Ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin  Scharf sowie Pfarrer Wierling und Pfarrer Schleef  setzte in der Dorfkirche Seelscheid nicht nur den  feierlichen Rahmen, er zeigte auch die Gemeinsamkeit in unserer Gemeinde. In der Predigt  wurde zum einen deutlich, dass Politik nicht Gruppen, sondern allen Menschen dienen soll und zum anderen was Maßstab für Politik sein sollte: Frieden und Gerechtigkeit.

Beim anschließenden Empfang dankte der Vorsitzende Andreas Stolze für den feierlichen, aber auch nachdenklich mahnenden Gottesdienst und begrüßte über 70 Gäste, darunter unsere Abgeordneten in Bund, Land und Kreis, Elisabeth Winkelmeier-Becker, Björn Franken und Dr. Torsten Bieber sowie viele Repräsentanten der Politik aus der Gemeinde und auch umliegender Kommunen. Unser Ehrengast Josef Hovenjürgen, Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen, ging in seiner Jubiläumsansprache  auf aktuelle Themen ein, so forderte er die Gemeinsamkeit der Demokraten und endete in einem Appell für Europa. Angst zu schüren, so betonte er, sei nicht der richtige Ansatz, wenn die Zukunft gestaltet werden soll. In ihrem Grußwort erklärte die Kreisvorsitzende der CDU Elisabeth Winkelmeier-Becker, dass es Ziel einer Volkspartei sein müsse, niemanden außen vor zu lassen und dass in diesem Sinne die CDU in Neunkirchen-Seelscheid immer gewirkt habe.

Bevor der Abend in einem regen Gedankenaustausch ausklang, stellte der Gemeindeverband seine Festschrift vor. Hier wird nach dem Weg zum gemeinsamen CDU-Gemeindeverband auf 50 Jahre Zeitgeschichte der Gemeinde und der Partei mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen eingegangen.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, allen voran unseren Geistlichen, für einen schönen, aber auch nachdenklichen Abend.

Vorzeitige Verlängerung des Nachtflugs nicht auf der Agenda

Im Jahre 2008 wurde vom damaligen NRW-Verkehrsminister die sog. Nachtflugerlaubnis inhaltlich unverändert bis 2030 verlängert. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Heute gibt es Flüge zu Preisen, von denen man früher nicht einmal zu träumen wagte, in Länder, die noch vor 20 Jahren für viele Menschen unerreichbar schienen. Das Ergebnis der Billigflug-Revolution ist auch am Himmel rund um den Flughafen Köln/Bonn sicht- und leider auch hörbar. Immer häufiger drängen vor allem Billigflieger auch in die Abend- und Nachtstunden hinein, deren Slots in der Vergangenheit nahezu ausschließlich Frachtfliegern vorbehalten waren.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass im Rahmen des Planfeststellungsverfahren zum geplanten Flughafenausbau rund 16.000 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen sind. Im Hintergrund steht unter anderem die Sorge, dass der Flugverkehr, und damit auch der nächtliche Fluglärm, zunimmt.

„Herr Merz kann natürlich jederzeit Vorschläge äussern, wie er sie für richtig hält. Allerdings entscheidet er als Aufsichtsratsvorsitzender weder über das Ob und Wann eines Verlängerungsantrags, noch gar über dessen Ergebnis. Ich halte es für ausgeschlossen, dass die heutige Nachtfluggenehmigung einfach nur verlängert wird,“ so die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker.

„In zahlreichen Gesprächen, die wir mit operativ Verantwortlichen geführt haben, zuletzt auch mit dem neuen Flughafen-Geschäftsführer Johann Vanneste, war eine vorzeitige Verlängerung des Nachtflugs nicht auf der Agenda. Ich erwarte vor einer Antragstellung von den operativ Verantwortlichen zunächst einmal belastbare Informationen darüber, welche Anstrengungen der Flughafen bereit ist zu ergreifen, um die Belastungen durch den Nachtflug für die Anwohner spürbar zu reduzieren. Wenn diese Informationen auf dem Tisch legen, können wir reden. Und dann müssen Anteilseigner gemeinsam mit der Politik entscheiden, ob und wie es mit dem Nachtflug am Flughafen Köln/Bonn weitergeht“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Karsten Möring.

ICE-Anbindung Bahnhof Siegburg/Bonn

Region darf nicht aufs Abstellgleis geschoben werden!

In einem gemeinsamen Brief an Bahnchef Lutz teilten CDU-Parlamentarier des Rhein-Sieg-Kreises wegen der zum Winterfahrplan 2018 geplanten Änderungen am ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn jetzt ihre Bedenken mit. Die DB Fernverkehr AG plant die Streichung von drei Fahrten in Richtung Süden und vier Fahrten in Richtung Norden, bei zwei neuen Fahrten nach Süden und einer neuen in die Gegenrichtung. „Unterm Strich stehen den Fahrgästen ab Siegburg somit vier Züge weniger als bisher zur Verfügung. Und dies vor allem zu den attraktiven Stoßzeiten während des frühen Vormittags“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB, Katharina Gebauer MdL und Oliver Krauß MdL unisono.

Die CDU-Parlamentarier sind überrascht: „Seit Jahren können wir verschiedensten Dokumenten und Schreiben der DB Fernverkehr AG entnehmen, dass der Bahnhof Siegburg/Bonn seit Inbetriebnahme eine stetig wachsende Zahl an Fahrgästen zu verzeichnen hat. Das ist auch unsere ganz persönliche Erfahrung.“ Insbesondere Pendler aus der Region nutzen das Angebot der DB Fernverkehr AG am Bahnhof Siegburg/Bonn vor allem zu den morgendlichen Stoßzeiten, um umweltschonend und staufrei in die Ballungsräume im Süden und Südwesten Deutschlands zu gelangen. „So sind beispielsweise Familien, bei denen ein Familienmitglied im Rhein/Main-Gebiet arbeitet, ganz bewusst in den Einzugsbereich des Bahnhofs Bonn/Siegburg gezogen“, weiß die CDU-Familienpolitikerin Katharina Gebauer.

Mit dem Fahrplanwechsel und Testbetrieb des neuen, größeren aber langsameren ICE der Baureihe 4 im Dezember verspricht die DB Fernverkehr den Kunden mehr Platz, mehr Komfort und mehr Verlässlichkeit. „Für Pendler aus unserem Raum bedeutet die Einführung des Zuges zunächst vor allem jedoch eines: weniger Fahrten ab dem Bahnhof Siegburg/Bonn“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker, die Siegburger CDU-Kreisvorsitzende.

Belastbare Indikatoren haben in zahlreichen Prognosen den Rhein-Sieg-Kreis immer wieder als eine der wirtschaftlichen Top-Regionen Deutschlands identifiziert. Die hohe Attraktivität und Akzeptanz des Kreises bei Wirtschaftsunternehmen sowie bei Existenzgründerinnen und Existenzgründern ist vor allem bei hervorragenden Standortqualitäten zu finden. Dazu zählen insbesondere die unmittelbare Nachbarschaft zur Bundesstadt Bonn und zur Metropolregion Köln und vor allem die guten Verkehrsanbindungen, bei denen die Schiene eine immer größere Rolle spielt. „Mit großer Sorge verfolgen wir daher alle Überlegungen, die diese positive Entwicklung leichtfertig gefährden könnten“, so CDU-Verkehrsexperte Oliver Krauß.

„Wir haben zwar Verständnis dafür, dass die DB Fernverkehr AG trotz des langsameren ICE 4 die Fahrzeit zwischen Köln und Frankfurt nicht verlängern möchte, doch darf dadurch nicht der bislang gute Zugang einer weiter wachsenden Region zum Fernverkehr der Deutschen Bahn AG verschlechtert werden. Von daher erwarten wir ausdrücklich, dass nach Abschluss der einjährigen Einführungsphase die Taktung des aktuellen Fahrplans unbedingt wieder hergestellt wird“, heißt es in dem Brandbrief weiter. „Man muss bekanntlich die Menschen da abholen, wo sie stehen. In diesem Falle tun sie das ganz real und zahlreich in Siegburg am Bahnhof!“, winken die Parlamentarier dem Bahnchef zum Abschluss des Briefes mit dem Zaunpfahl und planen ein zeitnahes persönliches Gespräch mit dem Bahnvorstand.

Eine Million Euro für die Opfer der „Colonia Dignidad“

Winkelmeier-Becker: „Strafrechtliche Ermittlungen priorisieren.“

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am heutigen Freitag beschlossen, den Opfern der Colonia Dignidad im Rahmen eines Hilfskonzepts Hilfsleistungen in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung zu stellen. Damit werden erstmals konkrete Mittel für eine direkte Unterstützung der Opfer der ‚Colonia Dignidad‘ im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt, und zwar in Höhe von einer Million Euro. Die Siegburger CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker sah diesen Schritt als lange überfällig: „Das ist ein wichtiger Schritt, denn die Opfer von Zwangsarbeit, Folter und Missbrauch brauchen konkrete Unterstützung. Es wird Zeit, dass den Worten endlich Taten folgen. Zu lange wurden die Opfer ignoriert.“

Im Deutschen Bundestag wird die fraktionsübergreifende ‚Gemeinsame Kommission zur Umsetzung des Hilfskonzepts für die Opfer der Colonia Dignidad‘ bereits im November und Dezember zwei Anhörungen mit Opferverbänden und Experten in Berlin durchführen. Bis Sommer 2019 soll dann das Konzept erarbeitet werden. „Die Entscheidung des Haushaltsausschusses ist besonders wichtig, damit wir die notwendigen Mittel für Entschädigungen zur Verfügung haben.“, so die CDU-Abgeordnete.

Die Opferentschädigung ist aber nur eine Seite der Medaille. In der Colonia Dignidad geschahen furchtbare Verbrechen: Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Verschwindenlassen, Zwangsarbeit und Sklaverei, Kindesmissbrauch, Folter und Verabreichung von Psychopharmaka. „Einige der Tatverdächtigen dieser Verbrechen leben mittlerweile wieder in Deutschland. Ich habe gemeinsam mit meinem CDU-Kollegen Michael Brand, unserem menschenrechtspolitischen Sprecher, in einem Schreiben unseren NRW-Justizminister, Peter Biesenbach, gebeten, die strafrechtliche Verfolgung der Tatverdächtigen, die sich nach Deutschland abgesetzt haben, zu priorisieren. Dabei geht es vor allem um Hartmut Hopp, den ehemaligen Arzt der Colonia Dignidad, der bereits im Jahr 2013 in Chile wegen Beihilfe zur Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt wurde“, so Winkelmeier-Becker, die in ihrer Fraktion Sprecherin für Recht und Verbraucherschutz ist.

Hintergrund:

Ausgangspunkt der Colonia Dignidad war eine sektenähnliche Gemeinschaft um den Gründer Paul Schäfer aus Siegburg. Von dort aus war die Gemeinschaft mit rund 150 Mitgliedern 1961 nach Chile ausgewandert. Dort war sie Schauplatz schlimmster Übergriffe auf Kinder und Erwachsene und Stand dem Militärregime auch für Folter, Haft und Mord an Oppositionellen zur Verfügung.

Bund fördert Museum Koenig in Bonn

625.000 Euro für das Leibniz-Forschungsmuseum für Biodiversität der Tiere.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat Fördermittel in Höhe von insgesamt 625.000 Euro aus dem „Aktionsplan 2.0“ für das Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere, Bonn (ZFMK) bewilligt. „Mit dem Geld soll der Erhalt und die Erforschung unseres Kulturgutes für eine breite Gesellschaft sichtbarer und direkt erlebbar werden. Das Museum Koenig hat daher für das kommende Jahr verschiedene Aktivitäten angestoßen, um dem Dialog mit den Bürgern eine neue Richtung zu geben“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker. Gefördert werden Projekte der Wissenschaftskommunikation, etwa einen „Forscherbus“ und Sonderausstellungen, ebenso wie innovative Instrumente des Wissenstransfers und die internationale Kooperation.

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